Ein Stromanbieterwechsel dauert fünf Minuten und ist risikofrei, wenn du ein paar Regeln beachtest. So gehst du vor.
Das Wichtigste in Kürze
- Beispiel: 2 Personen, 2.500 kWh. Von 37,0 auf 28,0 ct/kWh gewechselt, das spart ca. 237 € pro Jahr (Beispielrechnung).
- Der neue Anbieter kündigt für dich. Eine Versorgungslücke gibt es nicht.
- Grundversorgung ist mit zwei Wochen Frist kündbar, bei Preiserhöhungen gilt ein Sonderkündigungsrecht.
- Meide Vorkasse und Pakettarife und wähle maximal 12 Monate Laufzeit.
Schritt für Schritt
- Daten bereitlegen: letzte Jahresabrechnung (Verbrauch in kWh, Zählernummer, bisheriger Anbieter).
- Vergleichen: Postleitzahl und Verbrauch eingeben und nach Gesamtkosten im ersten und zweiten Jahr sortieren.
- Tarif prüfen: Preisgarantie, Laufzeit, Kündigungsfrist, Abschlagszahlung (keine Vorkasse).
- Online abschließen: Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung und meldet den Wechsel beim Netzbetreiber.
- Zählerstand notieren am Wechseltag. Die Schlussrechnung des alten Anbieters kommt einige Wochen später.
- Erinnerung setzen: rechtzeitig vor Ende der Erstlaufzeit erneut vergleichen.
Häufige Fallen
- Bonus-Tarife: Ein hoher Neukundenbonus macht das erste Jahr günstig, ab dem zweiten Jahr ist der Tarif dann oft teurer. Wechsle dann einfach wieder.
- Eingeschränkte Preisgarantie: Sie deckt meist nur Energie- und Vertriebskosten, nicht Steuern, Umlagen und Netzentgelte.
- Pakettarife: feste kWh-Menge, Mehrverbrauch wird teuer abgerechnet.
- Zu niedriger Abschlag: führt zu hoher Nachzahlung. Lieber realistisch ansetzen.
Ist die Versorgung sicher?
Ja. Strom kommt physisch immer über dasselbe Netz. Fällt ein Anbieter aus, beliefert dich automatisch der örtliche Grundversorger weiter (Ersatzversorgung). Der Lieferantenwechsel muss inzwischen technisch innerhalb von 24 Stunden abgewickelt werden können, wann der neue Vertrag startet, hängt aber von deiner Kündigungsfrist ab.